Dienstag, 18. März 2014

Rezension: Arno Strobel - Das Rachespiel



ISBN-13: 978-3596196944
Verlag: Fischer
Seiten: 352 beim Taschenbuch
Erstveröffentlichung: 20.01.2014

Ein Spiel auf Leben und Tod. Drei Männer und eine Frau werden von einem Spielemacher zu einem bestialischen Rachefeldzug eingeladen. Eingeschlossen in einem alten Bunker müssen sie alle gegen den bösen Unbekannten und gegeneinander kämpfen. Wer kommt am Ende lebend heraus und was steckt hinter dem Spiel?

Dem neuen Thriller von einem meiner Lieblingsautoren habe ich schon sehnsüchtig entgegengefiebert. Nach der Lesung auf der Leipziger Buchmesse hielt ich das Schätzchen endlich in der Hand. Wird der Autor meine Erwartungen erfüllen? Wird es so spannend, wie in der Lesung angekündigt? Soviel verrate ich euch jetzt schon: Es war gigantisch und mehr als spannend!

Schon früh erkennt man die typische Erzählweise Strobels. Zwar ist die Sprache recht einfach, doch genau richtig für die Geschichte und an die einzelnen Situationen gut angepasst. Ein Thriller sollte ja hauptsächlich Spannung erzeugen und keine hochtrabende Literatur sein. Als Leser versinkt man direkt in der Story und vergisst alles um sich herum. Die ganze Welt ist verschwunden und es existiert nur noch der Bunker und die Protagonisten. Man kann nicht aufhören und möchte wissen, was eigentlich vor sich geht.

Die Geschichte an sich ist nicht weltbewegend und wie ich finde nicht die Beste, die Strobel geschrieben hat. Ich war auch schon sehr früh auf der richtigen Fährte und habe den Spielemacher rasch enttarnt. Nichtsdestotrotz fand ich es ungeheuer fesselnd. Der Autor spielt mit den Ängsten der Leser und erzeugt so zusätzliche Gänsehaut. Die Spannung steigert sich immer wieder, bis es zu dem gruseligen und aufklärenden Finale kommt.

Insgesamt also ein absolut lesenswerter Thriller, mit nur leichten Schwächen. Zwar kann er nicht mit "Der Sarg" mithalten, hinterlässt aber auf jeden Fall einen begeisterten Leser. Von mir also eine absolute Leseempfehlung.