Sonntag, 6. April 2014

Rezension: Robin Jarvis - Dancing Jax: Auftakt


Reihe: Dancin Jax Teil 1
ISBN-13: 978-3839001349
Verlag: script5
Seiten: 544 beim Taschenbuch
Ersteröffentlichung: 01.09.2012

Das Buch hat mich vor allem wegen dem Cover angesprochen. Für mich ist es eines der Besten, die ich kenne. Eigentlich lese ich kaum Jugendbücher, aber hier war ich zu neugierig. Leider war für mich das Cover auch das Beste an dem Buch.


Zum Inhalt möchte ich mich nicht groß äußern, weil sehr schnell zu viel verraten wird. Der Klapptext gibt schon einen ganz guten Überblick über die Geschichte. Mit jedem Kapitel wird immer mehr über das rätselhafte Buch und seinen teuflischen Autor offenbart. Und die Ideen sind wirklich gut. Ich hatte noch nichts in der Art gelesen oder darüber gehört. Allein das machte schon Spaß - neue Ideen sind eine willkommene Abwechslung in der Buchwelt. Zwar wurde die Geschichte zum Schluss auch vorhersehbarer und einige Dinge hätte sich der Autor auch sparen können, aber insgesamt ist es eine starke Story.

Es gibt viele kuriose und sehr interessante Personen, und jeder ist auf seine eigene Art und Weise faszinierend. Am Anfang verwirrt es stark, aber nach und nach kann man die vielen Protagonisten auseinanderhalten. Jeder einzelne Charakter ist so gut dargestellt, dass man richtig mitfiebert und teilweise fast von den Emotionen überrollt wird.

Das Werk ist durchweg sehr emotional. Beim Leser werden jede Menge Gefühle hervorgerufen, in der Regel recht beängstigende. Die Stimmung des Buches ist praktisch ausnahmslos düster, gruselig und spannungsgeladen. Beim Lesen stand ich fast von der ersten bis zur letzten Seiten wie unter Strom. Diese emotionale Aufgewühltheit haben bisher nur sehr sehr wenige Bücher bei mir verursacht. Auch nach dem Lesen hat mich die Geschichte gefangen gehalten. Und genau aus diesem Grund habe ich recht lange für das Buch gebraucht. Irgendwie war zwischendurch ein bisschen Abstand nötig. Das Buch wurde mir immer wieder zu heftig, weil vor allem viele Kinder leiden - psychisch und physisch. Und ich gehöre nicht zu den zartbesaiteten Lesern, aber hier war es mich einfach zu viel.

Was meiner Meinung nach sehr wichtig ist über das Buch zu wissen, ist die starke Brutalität. Es sind sehr viele gruselige, blutige und psychisch schaurige Szenen in fast jedem Kapitel zu finden. Vor allem für ein Jugendbuch fand ich es überraschend und in dem Ausmaße sehr heftig.

Was ich jedoch richtig gut finde, ist das gesamte Grundthema des Buches - Kritik an der heutigen Gesellschaft und ihren Wertvorstellungen und Werten. In einigen Abschnitten wurde der Autor schon richtig philosophisch. Manchmal fand ich es aber auch zu überspitzt. Die Frage ist, ob die eigentliche Zielgruppe diese Kritik auch erkennt und verinnerlicht. Zu wünschen wäre es ja in manch einem Punkt.

Vielleicht sehe ich das Buch auch zu ernst und es spricht mich einfach nicht richtig an, weil es ja doch ein Jugendbuch ist. Und auch wenn ich nicht sooo alt bin, aber dieses Genre ist einfach nicht meins.

Als Fazit kann ich nur festhalten, dass es eine gute Geschichte ist. An einigen Stellen hat der Autor in allem übertrieben und hätte sich einigen Dinge sparen können. Für mich war es nicht so das Richtige und die Fortsetzungen werde ich auch nicht lesen. Eine Leseempfehlung kann ich auch nicht abgeben - es ist glaube ich das erste Buch bei dem ich nicht sagen kann "Lese es" und auch nicht "Lass die Finger davon".