Mittwoch, 11. Juni 2014

Rezension: Linwood Barclay - Kein Entkommen



ISBN-13: 978-3548283487
Verlag:Ullstein
Seiten: 573 beim Taschenbuch
Erstveröffentlichung:15.04.2011

Auf den neuen Barclay habe ich mich richtig gefreut, schließlich sind auch seine anderen Bücher ein Thriller-Genuss. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt und ich blieb nach dem Lesen enttäuscht zurück.

Der Anfang des Buches war sehr vielversprechend und typisch Barclay. Doch schon nach ca. 80 Seiten hatte man das Gefühl, dass sie die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird. Allein durch diese unnötige Verlängerung blieb die Spannung und der Spaß am Lesen auf der Strecke.


Die Geschichte an sich entwickelte sich zu vorhersehbar und zu oft klischeehaft. Dann wurde wieder versucht Unerwartetes einzubauen, was aber leider nicht gelungen ist. Zwar waren auch manche Stellen unerwartet, jedoch völlig überzogen und unglaubwürdig. Die Ablenkung auf die falsche Fährte, gleichzeitig der zweite Erzählstrang, wirkte oft deplatziert und unpassend. Es fehlte irgendwie eine richtige Verbindung zwischen den beiden Geschichten.
Zusätzlich zu der doch schnell langweiligen und überzogenen Story kamen noch gesichtslose Charaktere. Zwar hat der Autor oft von den Eigenschaften der Hauptpersonen geschrieben, aber eine Person erwachte nicht vor dem Auge des Lesers. So konnte man sich noch weniger in die Geschichte hineinversetzen.

Positiv war jedoch wieder der flüssige Schreibstil, sodass man trotz wenig Begeisterung schnell Lesen und es hinter sich bringen konnte.

Alles in einem sehr schade um die wirklich gute Grundidee. Aber ich gebe Barclay nicht auf und hoffe, dass das nächste Buch besser wird.