Samstag, 14. Juni 2014

Rezension: Lisa Gardner - Ohne jede Spur



ISBN-13: 978-3499255571
Verlag:rororo
Seiten: 544 beim Taschenbuch
Erstveröffentlichung:01.08.2011
Eine verschwundene Frau, jedoch keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen, ein verstörtes Kleinkind und ein Vater und Ehemann, der als der perfekte Verdächtige gelten kann. Dazu noch jede Menge Familiengeheimnisse und keine Kooperation vom liebenden Ehemann. Damit hat die Autorin nicht das Rad neu erfunden, nichtsdestotrotz aber geschafft den bekannte Plot sehr gut auszuschmücken.

Die einzelnen Personen, vor allem Jason, wirken sehr real und haben Charakter. Sie sind nicht perfekt, sondern haben auch Ecken und Kanten, so wie es sich für gute Figuren gehört. So entwickelt der Leser schnell Sympathien oder auch Antipathien. Besonders schnell schließt man die kleine Ree ins Herz, ein kleines freches und sehr cleveres Mädchen. Vor allem die Liebe und Hingabe der Eltern fasziniert immer wieder. Eine dazu parallele dunkle Vergangenheit wirkt besonders spannend.

Nach und nach erfährt der Leser immer mehr von den Hintergründen des Verschwindens und den Geheimnissen der Familie. Auch wie schnell es durch mangelnde Kommunikation zu schlimmen Missverständnissen kommen kann und vor allem welche Folgen daraus resultieren, konnte die Autorin hervorragend zeigen. Das Buch ist so von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und schafft es den Leser zu fesseln und zu überraschen.

Alles in einem auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.