Freitag, 20. Juni 2014

Rezension: Maria M. Lacroix - Das Geheimnis der Feentochter


Reihe: Feenhügel Saga Teil 1
Verlag: books2read 
Seiten: 248 beim Ebook 
Erstveröffentlichung: 15.05.2014 
 Nessya flieht aus den Feenhügeln, weil sie dort als Halbmensch ohne magische Fähigkeiten nicht willkommen ist. Sie baut sich erfolgreich ein normales Menschenleben in Dublin auf. Bis ihr eines Tages Cathal, der Fürst der Seelenfänger persönlich, über den Weg läuft. Diese Begegnung stellt ihre gesamte Welt auf den Kopf und bringt ihre verborgensten Eigenschaften und Seensüchte ans Tageslicht. Doch auch für Cathal ist danach nichts mehr wie es war, denn die attraktive Halbelfe scheint bei ihm etwas Besonderes auszulösen.

Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch, weil ich bereits von einer Kurzgeschichte der Autorin, die sich ebenfalls um Nessya und Cathal drehte, absolut begeistert war. Und Maria hat es tatsächlich geschafft meine Erwartungen noch zu übertreffen!

Die Geschichte ist spannend, fesselnd, mit einer guten Prise Humor, authentisch und ein wenig erotisch. Die Autorin hat es geschafft, die perfekte Mischung zu finden und vor allem etwas Neues zu schreiben. Es ist keine neue Schmacht-Liebesgeschichte oder ein Buch über Zuneigung zwischen eigentlich rivalisierenden Parteien, oder die 2000 Dystopie - die Story ist anders, neu und allein deswegen schon empfehlenswert. Es geht um die irische Mythologie, um Fay, die in Unseelie und Seelie unterschieden werden. Ich finde die Legenden sehr faszinierend und interessant. Zwar braucht man am Anfang evtl. etwas Zeit, um die Bezeichnungen auseinanderzuhalten, aber es lohnt sich durchzuhalten und sich nicht davon abschrecken zu lassen.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und haben jede Menge Persönlichkeit. Sie wirken immer absolut authentisch und ihre Art nicht übertrieben. Trotz der markanten Eigenheiten oder Sprüche hat man nie das Gefühlt, es wäre aufgesetzt. Durch die guten Beschreibungen sieht man die einzelnen Charaktere vor seinem inneren Auge und ist so noch mehr in der Geschichte vertieft. Man fühlt die Schmerzen, die Angst, die überraschende Anziehung, die Stärke und das erotische Prickeln - man ist scheinbar ein Teil der Geschichte. Fantastisch!

Der Schreibstil ist absolut genial, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Autorin noch so frisch im Geschäft ist. Sie schafft es immer wieder die Situationen, egal wie unterschiedlich sie sind, perfekt zu beschreiben. Man kauft ihr jedes Wort ab und ist völlig gefangen in der spannenden Erzählung. Sie beschreibt die Orte so, dass man das irische Gras riechen kann und das Meer rauschen hört. Einfach absolut perfekt und wunderschön.

Insgesamt also absolut lesenswert und macht richtig süchtig. Ich freu mich jetzt schon auf ein wiederlesen mit Nessya, Cathal und den Fay.
An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an die Autorin für ein Rezensionsexemplar, das mir wunderschöne Lesezeit ermöglichte.