Mittwoch, 26. November 2014

Rezension: Adrian McKinty - Ein letzter Job

 
ISBN-13: 978-3518463727
Verlag: Suhrkamp Verlag
Seiten: 396 beim Paperback
Erstveröffentlichung: 16.04.2012
Ein intelligenter Krimineller im Ruhestand möchte noch ein letztes Mal gut Geld verdienen - doch dieser Job wird anders, als die bisherigen. Es bleibt nicht einfach bei dem Job. Diesmal werden Leben für immer verändert und manche verdient beendet.

In diesem Buch erfährt der Leser, wie es ist, sich als ein "alter" 40-jähriger Ganove zu Ruhe setzten zu wollen. Killian wollte es versuchen und doch wird er von dem neuen Job in eine neue Zukunft geworfen und mit der Vergangenheit konfrontiert. Er ist ein Mann, der lieber mit der Vernunft und Argumentationen arbeitet, statt mit roher Gewalt. Und genau das findet sich wunderbar in dem Schreibstil wieder.

Durch verschiedene Erzählperspektiven bekommt man verschiedene Seiten der Geschichte gezeigt und kann sich so sein eigenes Bild machen und Sympathien oder Antipathien für bestimmte Charaktere aufbauen. Die Personen haben nämlich alle gut beschriebene Charaktere, ebenso die Schauplätze. So fühlt sich der Leser von der ersten bis zur letzten Zeile direkt in die Geschichte hineinversetzt. Man sieht die Landschaft Irlands genauso vor sich wie die Protagonisten. Die düstere Stimmung wird wunderbar vom Autor rübergebracht - alles andere würde die Geschichte kaputt machen. Der Stil passt zum verregneten und grauen Wetter Irlands und auch perfekt zu den Situationen, die bei diesem letzten Job entstehen.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass der Autor uns nicht direkt die Guten und die Bösen serviert. Es gibt kein Schwarz und Weiß, sondern viele Schattierungen dazwischen. So haben alle Charaktere ihre guten und schlechten Seiten. Natürlich sind manche schlimmer, als die anderen. Aber der Autor zeigt immer wieder wunderbar, dass hinter einer Fassade eine ganz eigene, manchmal überraschende, Geschichte steckt.

Nur vor dem Ende muss ich die Leser warnen - so genial es ist, so gemein ist es uns gegenüber und man ist wahnsinnig enttäuscht, dass das Buch tatsächlich zu Ende ist.
Insgesamt absolut empfehlenswert und ich werde auf jeden Fall noch die anderen Bücher des Autors lesen.