Freitag, 2. Januar 2015

Lesetagebuch Abschnitt 2: Arno Strobel - Das Dorf




Verlag: Fischer  Seiten: 368 beim Taschenbuch 
Erstveröffentlichung: 18.12.2014
Leseabschnitt 2: Kapitel 15 bis 31



Im zweiten Drittel des Buches verwirrt Arno Strobel seine Leser noch mehr. Es gibt einige Infos über das Dorf und die Bewohner, einige über den Protagonisten. Insgesamt aber ist dieser Abschnitt ein großes Verwirrspiel. Viel passiert nicht und das, was passiert, macht nicht viel Sinn und es fehlt mir einfach die Logik.


Ich werde aber gleichzeitig das Gefühl nicht los, das genau diese Verwirrtheit und fehlende Logik vom Autor zumindest bis zu einem bestimmten Maße beabsichtigt ist. Der Leser ist so in der gleichen Position wie Bastian, der auch nicht weiß, was um ihn herum eigentlichgeschieht. Zwar ist mir der Protagonist immer noch recht unsympathisch und ein wenig nervt er auch, aber zumindest fühle ich mit ihm. Denn auch ich fragte mich beim Lesen, was zum Henker in dem Dorf und mit Bastian los ist. Einige Theorien habe ich schon, aber wirklich Sinn machen sie auch nicht.

Der Schreibstil ist weiterhin recht schlicht, aber wahnsinnig flüssig und leicht zu lesen. Und weil man wissen möchte, was hinter den ganzen Rätseln steckt, hört man auch nicht auf zu lesen. Was mich jedoch teils recht stark störte, sind die Wiederholungen. Nicht nur Bastians Gedanken formen immer wieder die gleichen Sätze und Schlussfolgerungen. Auch die Situationen wiederholen sich teils wortwörtlich immer wieder. Dasnahm mir ein wenig den Spaß am Lesen.

Nach diesem Abschnitt bin ich immer noch recht zwiegespalten. Ich bin sehr gespannt auf das Ende, weil ich denke, dass es für mich über das Buch entscheidet. Entweder hat der Autor ein geniales Verwirrspiel gespielt oder sich in Ideen verstrickt. Ich bin gespannt auf die Auflösungen.