Dienstag, 10. Februar 2015

Familienzuwachs

Nachdem im Juli 2014 unser geliebter Kater Troll starb, fing die lange Trauerzeit an. Immer wieder schaute ich zum Fenster oder wollte beim Einkaufen Katzenfutter etc. in den Einkaufswagen packen. Und jedes mal, wenn mir dann bewusst wurde, dass es keinen Kater mehr gibt, kämpfte ich mit den Tränen. Er war ein Familienmitglied und wir vermissen ihn noch immer. Auch unser Sohn fängt immer wieder an zu weinen, weil er seinen Kater wieder haben möchte.

Doch in der Vorweihnachtszeit merkten wir alle, dass das Haus leer wirkt. Und so ziemlich gleichzeitig fingen wir an zu überlegen, wann und ob und welches Tier wir haben möchten. Denn tierlos zu bleiben kam nicht in Frage. Troll werden wir immer vermissen, aber nun wurde es Zeit unsere Familie wieder zu vervollständigen. Recht schnell waren wir uns einig, dass wieder eine Katze bei uns einziehen soll. Mein Mann machte dann den überraschenden Vorschlag gleich zwei Stubentiger zu holen - damit denen nicht so langweilig ist. Denn die Neuen sollten im Haus bleiben. Die wilden Eskapaden in der weiten Welt würden wir jetzt noch nicht aushalten. Zu oft waren wir mit Troll beim Tierarzt wegen seiner Kriegsverletzungen und unsere Neven haben sich davon noch nicht erholt.

Gesagt, getan - eines Tages machten wir uns auf den Weg ins Tierheim. Schon nach wenigen Minuten habe ich mich verliebt. Die erste Katze, die ich sah und streichelte hat mein Herz erobert. Und mich mochte sie auch, denn sobald ich aufhörte zu kraulen, wurde laut gemeckert und sie sprang auf meine Schulter. Also war die erste Miezekatze gebucht.

Mein Sohn suchte sich recht schnell einen stattlichen und sehr hübschen Kater aus. Ein recht ruhiges getigertes Exemplar. Die leichte optische Ähnlichkeit mit Troll versetzte mir erst einen Stich, aber als Paul mich anschaute und sagte, dass eine Katze, die aussieht wie sein Kater ganz lieb ist, konnte ich nichts dagegen sagen. Und nachdem wir den Namen gehört haben, war die Entscheidung endgültig besiegelt.

Das Ende vom Lied - beide Stubentiger sind bei uns eingezogen und haben sich mittlerweile wunderbar eingelebt. So unterschiedlich sie beide aussehen, so unterschiedlich sind ihre Charakter. Aber beide sind absolut liebenswert und gehören nun zur Familie.


Die sehr zierliche, schwarz weiße Kuschelkatze, die den ganzen Tag nur kuscheln und spielen (am liebsten mit Pauls Autos und Werkzeug) möchte - Lexy (im Tierheim hieß sie Alexia, aber es war uns zu lang, wurde also abgekürzt).


Und der etwas ängstliche, aber stattliche Kater, der viel erzählt - Horst (ja, er heißt wirklich Horst. Der Name war so verrückt und merkwürdig für einen Kater, dass wir ihn einfach behalten mussten. Und er passt wirklich fantastisch!)

Jetzt ist das Haus wieder mit Leben gefühlt. Wir alle sind mehr als glücklich über die Entscheidung, wieder Samtpfoten in der Familie zu haben. Einem Haus ohne Tiere fehlt einfach etwas.