Freitag, 6. Februar 2015

Rezension: Sheylah und die Zwillingsschlüssel von Lolaca Manhisse



Reihe: Sheylah Teil 1
ISBN-13: 978-1484955376
Verlag: CreateSpace
Seiten: 426 beim Taschenbuch (wurde als Ebook gelesen)
Erstveröffentlichung:  24.05.2013

Shealah ist eine 21-jährige Frau, die plötzlich in einer anderen Welt aufwacht. Und dann ist nichts, wie es war. Sie soll eine Prinzessin sein und einen alten Krieg dank ihres Schlüssels beenden. Doch kann ein einfaches Mädchen es tatsächlich schaffen? Und was ist ihr Schlüssel wirklich?

Die Geschichte hörte sich spannend und interessant an und da ich einige Bücher der Autorin schon kannte und mochte, wollte ich wissen, ob sie auch hier etwas Schönes erschaffen hat. Und ja, das hat sie. Auch wenn es einige Schwächen gibt.


Die Geschichte beginnt ohne Umschweife mit dem Verwirrspiel rund um die Schlüssel und die neue Welt, in der die Protagonistin gelandet ist. Schon am Anfang bekommt der Leser sehr viele Infos rund um die Geheimnisse der Zwillingsschlüssel. Insgesamt fand ich die Ideen sehr gut, auch wenn mir einige Dinge irgendwie bekannt vorkamen. Aber es ist nicht so schlimm, ein Autor muss ja nicht immer die Buchwelt neu erfinden. Was mich jedoch immer wieder störte, war das Gefühl, dass die Ideen nicht ganz zu Ende gedacht waren. Die Geschichte schien beim Schreiben entstanden zu sein und nicht einem vorüberlegten/zu Ende durchdachten Plot zu folgen. Dadurch hatte ich auch Schwierigkeiten manche Szenen oder Handlungen der Charaktere nachzuvollziehen.

Die Charaktere waren eine andere Schwierigkeit, mit der ich bei dem Buch zu kämpfen hatte. Bei der Protagonistin schwanke ich noch, ob ich sie naiv, kindisch, nicht vorausschauend denkend oder einfach nervig finde. Mir ihrer ganz eigenen Art konnte ich so gar nichts anfangen. Die anderen Personen waren mir sympathischer, auch wenn ich ehrlich gesagt keine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. 

Der Schreibstil ist recht einfach und leicht zu lesen. Ab und an wurde mein Lesefluss jedoch von sprachlichen Fehlern gestört. Ein geübter Lektor könnte diese Unstimmigkeiten und Ausrisse leicht beseitigen. Insgesamt würde ein gutes Lektorat das Buch retten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Ideen gut sind und eine nette Geschichte bieten. Die Umsetzung ist jedoch nicht sonderlich gelungen. Wenn einige Stellen und der Schreibstil jedoch besser ausgearbeitet werden, kann aus der Geschichte eine spannende und lesenswerte Lektüre werden. Wer sich aber von kleinen Unstimmigkeiten und einer leicht nervigen Protagonistin nicht stören lässt, kann sich an das Buch wagen.

Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, fand ich es insgesamt nicht schlecht und hatte nette Lesestunden damit. Deshalb möchte ich mich auch bei der Autorin ganz lieb für das Rezensionsexemplar bedanken.