Freitag, 13. Februar 2015

Rezension: Stephan M. Rother - Ich bin der Herr deiner Angst



ISBN-13: 978-3499258695
Verlag: rororo
Seiten: 576 beim Taschenbuch
Erstveröffentlichung:  02.04.2012
Eine grausame und rätselhafte Mordserie, die ganz Hamburg in Angst versetzt. Der Mörder scheint ein Fan des Traumfängers zu sein, der vor über 20 Jahren mehrere Menschen grausam tötete. Doch wo genau ist die Verbindung und vor allem - wer ist der Mörder?

Ein Buch, das mit den Ängsten der Leser spielt und dadurch noch grausamer wird. Der Autor schafft es einen Mörder zu zeigen, der sehr vielschichtig ist und nicht nur das Ermittlerteam stark fordert. Als Leser wird man Teil des Teams und versucht herauszufinden, wer die Bestie ist. Die Verbindung zu den alten Traumfänger-Fällen ist sehr gut gelungen. Dadurch bekommt die Geschichte noch mehr Tiefe und wird ein noch stärkerer Psychothriller. Denn Psycho gibt es gerade ab ca. der Hälfte des Buches reichlich. Für mich persönlich ist gerade diese sprachlich und geschichtlich gelungene Verbindung das Highlight.

An den Schreibstil musste ich mich einige Seiten lang gewöhnen. Zwar fand ich das Buch von Anfang an wirklich gut geschrieben, aber irgendwie schwer / nicht so flüssig zu lesen. Aber irgendwann wurde es besser und ab dann konnte ich das Schätzchen gar nicht mehr aus der Hand legen. In den Zwang-Lesepausen dachte ich dann über das Gelesene nach und versuchte herauszufinden wer und vor allem warum der-/diejenige die Morde begeht. Allein das ist schon ein Zeichen für eine mehr als gelungene Geschichte.

Zusammenfassend kann ich jedem nur empfehlen sich auf die Story einzulassen und trotz einiger minimaler Schwächen nicht aufzugeben. Es lohn sich auf jeden Fall dranzubleiben. Ich habe das Lesen auf jeden Fall genossen und Herr Rother ist auf jeden Fall der Herr guter Psychothriller.