Dienstag, 24. März 2015

Rezension: Isabel Allende - Mayas Tagebuch




ISBN-13: 978-3518422878
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 447 beim Hardcover
Erstveröffentlichung: 02.08.2012

Maya ist 19 und versucht nach schweren Fehlern ein neues Leben auf einer kleinen Insel in Chile anzufangen. Wo vor läuft sie weg? Was hat sie getan? Und wird sie es schaffen sich zu ändern?

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser was in Mayas Vergangenheit geschehen ist. Im Wechsel lernen wir auch ihr momentanes Leben kennen. Dabei spielen Gefühle und Eindrücke eine sehr große Rolle. Nicht nur die Taten und Geschehnisse werden genau beschrieben, sondern auch die Hintergründe und der psychologische Aspekt. Teilweise ist es der Autorin wundervoll und beeindruckend gelungen. In anderen Kapiteln störte es, weil es einfach zu viel war und man der eigentlichen Geschichte dann kaum noch richtig folgen konnte. So bin ich immer noch zwiegespalten, ob mich der Schreibstil und die Geschichte verzaubert oder genervt haben.


Was Maya selbst anbetrifft, besteht diese Unsicherheit nicht. Ich muss gestehen, dass ich sie sehr unsympathisch und naiv fand. Zu oft suchte sie eine faule Ausrede für ihre Taten und handelte schon fast dumm. Trotz der schlimmen Erfahrungen scheint sie auch nicht dazu zu lernen. So habe ich mich als Leser sehr oft über sie aufgeregt und konnte dadurch nicht wirklich mitfühlen. Einige Passagen (sowohl aus der Vergangenheit, als auch aus der Gegenwart) fand ich einfach zu unglaubwürdig. Zu viele Zufälle machen eine Geschichte auch schnell kaputt. Und hier gab es einige, die man auch anders hätte erzählen können.

Insgesamt was das Buch zwar in Ordnung, aber nicht mehr. Wirklich empfehlen kann ich es nicht. Schade, denn mit etwas weniger, hätte die Autorin viel mehr geschafft.