Donnerstag, 20. August 2015

Aufschieberitis, oder auch Rezensions-Stau

Ja, mich hat es erwischt. Eine ernsthafte Krankheit, die regelmäßig auch die fleißigsten und gewissenhaftesten Leseratten und Blogger befällt. Nun ist das Virus auch bei mir angekommen (nicht, dass ich zu denen gehören würde). Aufschieberitis - ganz fies und hartnäckig.
Ein Buch nach dem anderen landet auf meinem Zu-rezensieren-Stapel, von Leseexemplaren über Frischfleisch bis endlich gelesene SUB-Leichen ist alles dabei. Vor allem bei den mir zur Verfügung gestellten Büchern habe ich ein höllisch schlechtes Gewissen. Aber so viele Dinge scheinen wichtiger zu sein als der Rechner.
Das Merkwürdige ist, dass ich zwar Lust habe meine Meinung kund zu tun, mir aber die Muse fehlt. Mein Gewissen setzt sich durch und ich mache es mir am Rechner gemütlich und dann.. Nichts. Ich bekomme es einfach nicht hin. Ich sitze und schaue auf den Bildschirm und bekomme keine vernünftigen Sätze hin. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich Lobgesänge loswerden will, eine mittelmäßige Lektüre oder gar eine katastrophale Geschichte kommentieren möchte. Irgendwie bin ich total blockiert... und frustriert.
Eine Kombination aus Schreibblockade und Aufschieberitis ist wie ein Teufelskreis - ich schiebe das Rezi-Schreiben auf, weil ich es nicht hinbekomme und ich bekomme es nicht hin, weil ich es immer wieder aufschiebe. Grr, nervig und wirklich frustrierend.

Kennt ihr es? Was kann ich dagegen machen? Wie komme ich da nur wieder raus?! Ratschläge nehme ich gerne entgegen...