Sonntag, 23. August 2015

Rezension: Jana Voosen - Allein auf Wolke Sieben


ISBN-13:  978-3453406582 Verlag: Heyne Seiten: 288 beim Taschenbuch Erstveröffentlichung: 06.04.2009

Lena ist kurz davor ihren Lebenstraum zu verwirklichen - sie ist auf dem Weg in die Kirche um ihren Traummann zu heiraten. Doch dann meint das Schicksal es doch nicht so gut mir ihr. Sie stirbt auf eine tragische und fast komische Art und Weise. Und plötzlich erwacht sie im Himmel, den es tatsächlich gibt. Nach einer langen Zeit hat sie sich mit ihrem neuen Leben abgefunden. Auch mit ihrem Job als Begleiterin der gerade verstorbenen Seelen. Ihr neuester Auftrag bringt sie jedoch völlig durcheinander, denn die neueste Seele, die auf die Wolken begleitet werden soll, ist ihr Beinahe-Ehemann. Kann sie ihren neuesten Job erledigen und will sie es überhaupt, trotz des immensen Liebeskummers all die Jahre?

Das Buch lag schon eine Ewigkeit auf meinem SUB, nur habe ich nicht oft Lust auf Chick-Lit der absolut klassischen Sorte. Nachdem ich aber einige recht heftige Lektüren verschlungen habe, brauchte ich eine witzige und leichte Geschichte.  Ich habe nicht viel erwartet, aber das Beste gehofft. Ein Mittelmaß ist dann dabei herausgekommen.

Die Geschichte beginnt wie im Klappentext angekündigt mit der Hochzeit. Schnell entwickelt man als Leser ein Gefühl für die Protagonistin und ihre besondere sehr weibliche Art. Klar, bei der eigenen Hochzeit ist jede Frau eine Prinzessin, doch Lena legt diese Eigenschaft nie ab. Ich bin nicht sicher, ob ich es verständlich ausdrücken kann. Lena ist ein wenig zickig, selbstverliebt und hat viel Mitleid mit sich selbst. Andere Menschen oder Seelen sind für sie von minderwertiger Bedeutung. Zwar spricht sie es nicht aus, doch jeder ihrer Gedanken und Taten zeugen davon. Die anderen Charaktere stören sich mal mehr, mal weniger daran. Vor allem dieser naive Egoismus machte die Protagonistin für mich sehr unsympathisch. Ihr leichter Witz zwischendurch konnte da nicht viel retten. Andere Charaktere hatten da mehr positive Eigenschaften und machten die Geschichte erträglicher.

Die Story selbst war in Ordnung, aber nicht mehr. Recht schnell war sie sehr vorhersehbar. Sogar die große Enthüllung und vor allem das Ende konnten mich nicht überraschen. Mir war zwar klar, dass es sich hierbei vor allem um einen unteraltsamen Frauen-Roman handelt, aber auch da kann man eine nette interessante Story erzählen. Zumindest besonders witzig oder charmant kann auch Chick-Lit sein. Leider konnte ich hier nicht so viele dieser Eigenschaften finden. Einige Stellen und vor allem ein Nebencharakter fand ich recht gelungen, aber für ein wirklich gutes Buch ist es mir persönlich zu wenig.

Der Schreibstil ist recht schlicht, typisch für dieses Genre. Es lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Die Seiten fliegen dahin und bieten so eine nette leichte Lektüre für Zwischendurch.

Insgesamt also ist dieses Buch eine seichte Lektüre mit nicht wirklich sympathischer Protagonistin, einer vorhersehbarer, aber netten Geschichte und mit hin und wieder nettem Witz. Meiner Meinung nach also kein Muss, für Genre-Liebhaber aber ein Kann. Es gibt sicherlich bessere, aber auch schlechtere Bücher.


Dieses Buch hat mir geholfen Punkt 17 der Jahres-Challenge zu erfüllen.